Dazu: Schimmel

Schimmel vorbeugen und entfernen

Schimmel kann schon wachsen, wenn an einer Oberfläche längere Zeit 70 bis 80 Prozent relative Luftfeuchte herrschen, besonders dort, wo sich Kondenswasser bildet1. Wer drinnen Wäsche trocknet, beugt mit Lüften, Messen und bei Bedarf einem Luftentfeuchter vor. Größerer Befall gehört in die Hände einer Fachfirma2.

Wie Schimmel entsteht

Kühlt feuchte Raumluft an einer kalten Fläche unter den Taupunkt ab, kondensiert dort Wasser3. Ein Rechenbeispiel des Umweltbundesamts: Bei 22 °C und 50 Prozent relativer Feuchte erreicht die Luft an einer 14,5 °C kalten Außenwand etwa 80 Prozent; unter rund 11 °C bildet sich Kondenswasser1. Für Schimmel müssen Materialien also nicht sichtbar nass sein1.

Vorbeugen beim Wäschetrocknen

  • Trocknet Wäsche in der Wohnung: vor allem im Winter ausreichend lüften, mit kurzem Stoßlüften von jeweils 5 bis 10 Minuten4.
  • Die Luftfeuchte mit einem Hygrometer im Blick behalten; das Umweltbundesamt empfiehlt 40 bis 60 Prozent5.
  • In der kalten Jahreszeit in Räumen mit hoher Luftfeuchte keine Wäsche zusätzlich trocknen1.
  • Fenster nicht dauerhaft kippen: Die Wand am Fenster kühlt aus, und dort kann sich Kondenswasser bilden5.

Wenn Schimmel schon da ist

Kleineren, nur oberflächlichen Befall, etwa unter 0,5 Quadratmetern, können Sie laut Umweltbundesamt selbst entfernen, wenn Sie nicht allergisch auf Schimmelpilze reagieren, keine chronische Atemwegserkrankung und kein geschwächtes Immunsystem haben. Größerer Befall sollte immer von einer Fachfirma saniert werden2.

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