Weg 1 · An der Luft trocknen

Wäsche drinnen trocknen

In der Wohnung trocknet Wäsche auf einem Ständer, an der Wand, unter der Decke, über der Badewanne oder am Heizkörper. Jede Lösung braucht unterschiedlich viel Platz. Für alle gilt: Feuchte Wäsche gibt ihr Wasser an die Raumluft ab, deshalb gehört regelmäßiges Lüften dazu1.

Wäscheständer

Der Klassiker: steht auf dem Boden, lässt sich zusammenklappen und überall aufstellen.

Flügelwäscheständer

Ein Mittelteil mit zwei aufklappbaren Flügeln. Lange Teile wie Bettlaken und Hosen hängen in der Mitte, Kleinteile an den Flügeln.

Vorteile

  • viel Leine auf einem Gestell
  • Flügel lassen sich einzeln einklappen

Grenzen

  • braucht aufgeklappt viel Bodenfläche
Platz
mittel bis groß
Strom
keiner

Turmwäscheständer

Mehrere Ebenen übereinander bringen viel Leine auf wenig Grundfläche. Viele Modelle haben Rollen.

Vorteile

  • wenig Stellfläche
  • gut für kleine Wohnungen und WG-Zimmer

Grenzen

  • lange Teile wie Bettlaken passen schlechter
Platz
klein
Strom
keiner

Großer Standtrockner

Für Familien und große Wäschemengen: lange Stangen, oft mit Flügeln oder auf Rollen.

Vorteile

  • viel Platz für große Wäschemengen

Grenzen

  • braucht aufgestellt den meisten Platz
Platz
groß
Strom
keiner

Wand, Decke und Tür

Wenn am Boden kein Platz ist, geht es nach oben oder an die Wand.

Wandtrockner

Wird an die Wand geschraubt und bei Bedarf ausgeklappt oder ausgezogen. Zusammengeklappt bleibt der Boden frei.

Vorteile

  • braucht keine Stellfläche
  • passt in Bad, Flur und auf den Balkon

Grenzen

  • muss fest montiert werden; in der Mietwohnung vorher klären, ob Bohren erlaubt ist
Platz
an der Wand
Strom
keiner

Deckentrockner

Stangen oder Leinen unter der Decke, bei manchen Modellen per Seilzug herablassbar. Die Wäsche hängt oben, darunter bleibt der Raum frei, zum Beispiel über der Badewanne.

Vorteile

  • kein Platz am Boden nötig
  • außer Reichweite von Kindern und Haustieren

Grenzen

  • Montage an der Decke: Deckenart und Traglast laut Hersteller beachten
Platz
unter der Decke
Strom
keiner

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Türhänger und Hängetrockner

Für Socken, Unterwäsche und ein paar Teile: Hänger für die Tür, Klammerhänger zum Aufhängen oder eine ausziehbare Leine im Bad.

Vorteile

  • fast kein Platz nötig
  • einfach zu ergänzen

Grenzen

  • nur für kleine Mengen
Platz
an Tür, Stange oder Haken
Strom
keiner

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Heizkörper und Badewanne

Über der Wanne tropft nichts auf den Boden, am Heizkörper ist es warm.

Heizkörpertrockner

Kleine Gestelle oder Bügel zum Einhängen an den Heizkörper, für Handtücher, Socken und Kleinteile.

Vorteile

  • nutzt die Wärme des Heizkörpers

Grenzen

  • nur für kleine Mengen
  • die Feuchte geht trotzdem in den Raum1
Platz
am Heizkörper
Strom
keiner

Badewannentrockner

Gestelle, die über die Wanne gelegt oder hineingestellt werden. Tropfnasse Teile tropfen direkt in die Wanne.

Vorteile

  • gut für tropfnasse Wäsche und Handwäsche
  • im Bad lässt sich danach gut lüften

Grenzen

  • die Wanne ist in der Zeit belegt
Platz
über der Wanne
Strom
keiner

Ohne Ständer: Notlösungen

Für ein paar Teile reicht oft, was da ist.

  • Kleiderbügel an Türrahmen, Gardinen- oder Duschstange: Hemden und Blusen trocknen auf dem Bügel ohne Trockenknick2.
  • Stuhllehne oder Geländer: nur für einzelne Teile. Zwischendurch wenden, damit auch die aufliegende Stelle trocknet.
  • Wollpullover flach auf einem Frottierhandtuch trocknen, nicht aufhängen und nicht auf die Heizung legen3. Für mehrere Teile gibt es Netztrockner zum Liegend-Trocknen.

Wo in der Wohnung?

Der Raum entscheidet mit, wie schnell die Wäsche trocknet und wohin die Feuchte geht.

OrtWas dafür sprichtWorauf achten
Trockenraum, Wäscheplatzdas Umweltbundesamt rät, vorhandene Trockenräume zu nutzen1lüften; die Hausordnung regelt die Nutzung
Badoft Fenster oder Lüftung; Wanne für tropfnasse Wäscheregelmäßig lüften, damit die Feuchte hinauskommt1
Wohnzimmermeist warm und großdie Feuchte bleibt im Wohnraum: regelmäßig lüften1
SchlafzimmerWäsche ist aus dem Wegoft kühler: an kalten Flächen schlägt sich Feuchte eher nieder4
Keller, DachbodenWäsche stört nichtoft kühl, die Wäsche trocknet langsamer5: Luftfeuchte messen1, lüften oder entfeuchten

Lüften und Feuchte

Trocknende Wäsche gibt laufend Wasser an die Raumluft ab, geschleudert etwa 50 bis 200 Gramm pro Stunde aus einer 4,5-kg-Trommel4. Das Umweltbundesamt rät, Wäsche möglichst nicht in der Wohnung zu trocknen und vorhandene Trockenräume zu nutzen; wer es doch tut, sollte besonders auf regelmäßiges Lüften achten1.

  • Wenn Wäsche in der Wohnung trocknet: vor allem im Winter ausreichend lüften, mit kurzem Stoßlüften von jeweils 5 bis 10 Minuten6.
  • Die relative Luftfeuchte sollte zwischen 40 und 60 Prozent liegen; ein Hygrometer zeigt, wo sie steht1.
  • Wenn es drinnen nicht trocknet: Wärme, trockenere Luft oder Luftbewegung helfen5.

Kurz erklärt

Wie lange braucht Wäsche drinnen zum Trocknen?
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Es hängt von Raumtemperatur, Luftfeuchte und Luftbewegung ab5 und davon, wie viel Wasser nach dem Schleudern noch in der Wäsche ist7.
Welcher Wäscheständer passt in eine kleine Wohnung?
Wenn wenig Bodenfläche frei ist: ein Turmwäscheständer, ein Wandtrockner oder ein Deckentrockner. Sie nutzen die Höhe statt der Fläche.
Wohin mit der Feuchte, wenn Wäsche in der Wohnung trocknet?
Nach draußen: vor allem im Winter ausreichend lüften, mit kurzem Stoßlüften von jeweils 5 bis 10 Minuten6. Oder ein Luftentfeuchter holt sie aus der Luft8. Ein Hygrometer zeigt, ob die Luftfeuchte im Bereich von 40 bis 60 Prozent bleibt1.