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Wäsche im Winter trocknen: 8 Tipps gegen Schimmel

Redaktion SecventoAktualisiert am 23.10.20265 Min. Lesezeit
WINTER-RATGEBER

Im Winter trocknet die Wäsche meist drinnen und gibt dabei viel Wasser an die Raumluft ab. Damit sich die Feuchte nicht an kühlen Wänden sammelt, zählen drei Dinge: Luftfeuchte messen, richtig lüften und alle Räume ausreichend heizen. Die Tipps stützen sich vor allem auf das Umweltbundesamt (UBA).

Geeignet für: Mieter und Eigentümer, die im Winter drinnen trocknen – mit oder ohne Trockner.

Kurz zusammengefasst

  • E
    Stoßlüften statt Fenster kippen: mehrmals am Tag kurz, Fenster weit auf.
  • E
    Ein Hygrometer zeigt Ihnen, ob Sie mehr lüften müssen.
  • E
    Alle Räume ausreichend heizen und Heizkörper nicht mit Wäsche zuhängen.
  • E
    Wäsche kräftig schleudern – dann gibt sie weniger Wasser an die Raumluft ab.

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8 Tipps für trockene Wäsche im Winter

Am wichtigsten ist das Lüften – laut UBA das wirksamste Mittel gegen Feuchte in der Wohnung (UBA-Leitfaden, S. 56).

Tipp 1: Luftfeuchte messen

Das UBA empfiehlt 40 bis 60 % relative Luftfeuchte. Ein einfaches Hygrometer im Trocknungsraum zeigt, ob Sie mehr lüften müssen.

Tipp 2: Stoßlüften statt Fenster kippen

Im Winter genügt laut UBA je nach Wetter 2- bis 3-mal täglich Lüften für ca. 5 Minuten pro Raum, Fenster weit auf; beim Wäschetrocknen öfter. Gekippte Fenster kosten Heizenergie und kühlen die Wand aus – dort kann Kondenswasser entstehen.

Tipp 3: Den richtigen Raum wählen

Trocknen Sie am besten nicht in der Wohnung, sondern im Trockenraum (UBA). Sonst: ein beheizter Raum statt eines kühlen Schlafzimmers. Lüften Sie ihn bei geschlossener Tür, damit die Feuchte nicht in andere Räume zieht (UBA-Leitfaden, S. 75).

Tipp 4: Wäsche kräftig schleudern

Eine geschleuderte 4,5-kg-Ladung gibt 50 bis 200 g Wasser pro Stunde ab, tropfnass 100 bis 500 g (UBA-Leitfaden, S. 54). Das UBA rät zur höchstmöglichen Drehzahl, Richtwert 1.400 Umdrehungen. Schleudereffizienzklasse A auf dem EU-Label heißt: unter 45 % Restfeuchte (EU-Verordnung 2019/2014). Mehr dazu im Wasser-Rechner.

Tipp 5: Alle Räume ausreichend heizen

Kühle Luft nimmt weniger Wasser auf. Heizen Sie alle Räume ausreichend; im Schlafzimmer reichen laut UBA meist 16 bis 18 °C, um Feuchteprobleme zu vermeiden. Türen zu kühleren Räumen schließen (UBA-Leitfaden, S. 87).

Tipp 6: Luftentfeuchter, wenn Lüften nicht reicht

Bleibt die Luftfeuchte trotz Lüften hoch, kann ein elektrischer Luftentfeuchter helfen – diese Lösung nennt auch der Hersteller Leifheit. Wie viele Liter pro Tag er schafft, steht in den Herstellerangaben. Den Tank regelmäßig leeren (UBA-Leitfaden, S. 76).

Tipp 7: Heizkörper und Außenwände frei lassen

Hängen Sie den Heizkörper nicht zu – sonst wird der Raum im ungünstigen Fall nicht warm genug, und der Verbrauch steigt (UBA-Leitfaden, S. 87). Auch nasse Wäsche deckt ihn ab: Stellen Sie den Ständer frei in den Raum. Möbel an schlecht gedämmten Außenwänden einige Zentimeter abrücken (S. 52).

Tipp 8: Trockner richtig einsetzen

Ein Trockner kann laut UBA eine Alternative sein (UBA-Leitfaden, S. 75). Der Ablufttrockner braucht einen Schlauch ins Freie (UBA) und kostet im Winter Heizwärme. Kondens- und Wärmepumpentrockner sammeln das Wasser; besonders effizient sind Geräte mit Wärmepumpe (UBA zu Trocknern).

Unser Fazit

Messen, stoßlüften, alle Räume heizen, kräftig schleudern – so halten Sie die Feuchte im Winter im Griff. Reicht das nicht: Luftentfeuchter oder Trockner.

Welche Tipps passen zu Ihrer Wohnung?

Je nach Wohnsituation zählen andere Tipps.

Kleine Wohnung ohne Balkon

Kräftig schleudern, Ständer in einen beheizten Raum, mehrmals täglich stoßlüften – bei geschlossener Tür. Das Hygrometer zeigt, ob es reicht.

Mit Trockenraum im Haus

Nutzen Sie ihn, rät das UBA. Auch dort öfter lüften.

Familie mit viel Wäsche

Ein Trockner entlastet die Raumluft; besonders effizient sind laut UBA Geräte mit Wärmepumpe. Am sparsamsten bleibt der Wäscheständer.

Mit Garten oder Balkon

Das UBA rät, möglichst im Freien zu trocknen. Ob das im Winter klappt, hängt vom Wetter ab.

Kleines Budget

Stoßlüften und kräftiges Schleudern brauchen kein Gerät. Zur Kontrolle genügt ein einfaches Hygrometer.

Häufige Fragen zum Wäschetrocknen im Winter

Kurze Antworten mit Quellen.

Wie oft soll ich im Winter lüften?

Laut UBA 2- bis 3-mal täglich ca. 5 Minuten pro Raum, Fenster weit auf – beim Wäschetrocknen öfter. Auch bei Regen lohnt es sich: Kalte Außenluft enthält wenig Wasser (UBA-Leitfaden, S. 56).

Welche Luftfeuchtigkeit ist ideal?

40 bis 60 % relative Luftfeuchte, empfiehlt das UBA. Ein einfaches Hygrometer zeigt den Wert.

Wäsche auf der Heizung trocknen – geht das?

Besser nicht. Heizkörper sollen frei bleiben, damit sie den Raum wärmen (UBA-Leitfaden, S. 87). Die Feuchte landet ohnehin in der Raumluft – Ständer frei in den beheizten Raum stellen und lüften.

Kann ich Wäsche im Schlafzimmer trocknen?

Besser nicht: Schlafzimmer sind oft kühler, und schon jede Person gibt pro Nacht etwa ¼ Liter Wasser ab (UBA-Leitfaden, S. 87). An kühlen Wänden kann Feuchte kondensieren.

Lohnt sich ein Luftentfeuchter?

Ja, wenn die Luftfeuchte trotz Lüften über dem empfohlenen Bereich von 40 bis 60 % bleibt (UBA). Entfeuchtungsleistung und Stromverbrauch stehen in den Herstellerangaben.

Wie schnell entsteht Schimmel?

Je nach Feuchte, Temperatur und Material in wenigen Tagen bis einigen Wochen (UBA-Leitfaden, S. 28). Es genügen 70 bis 80 % Feuchte an der Wandoberfläche über längere Zeit (S. 23).

Was tun, wenn schon Schimmel da ist?

Unter 0,5 m², nur oberflächlich und Ursache bekannt: oft selbst entfernen – wenn Sie nicht allergisch auf Schimmel reagieren, keine chronische Atemwegserkrankung und kein geschwächtes Immunsystem haben (UBA-Leitfaden, S. 126). Putz mit einem Reiniger mit 70 bis 80 % Alkohol oder Haushaltsreiniger abwischen, kein Essig; gut lüften, kein offenes Feuer. Sonst: Fachfirma. Zur Miete: mit dem Vermieter klären (S. 89).

Worauf achte ich beim beheizten Wäscheständer?

Auf die Leistung in Watt laut Hersteller – sie bestimmt mit der Laufzeit die Stromkosten. Lüften bleibt nötig, denn das Wasser verdunstet in den Raum.

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